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Schlaflosigkeit durch Rauchmelder?

Über die elektromagnetische Strahlung durch Rauchwarnmelder

In Deutschland ist die Installation von Rauchwarnmeldern gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Zweifel können sie Leben retten. Auf der anderen Seite klagen immer mehr Menschen über Schlafprobleme, seit sie Rauchmelder in ihren Räumen installiert haben. Daher haben wir uns der Frage gewidmet: Wie schädlich sind Rauchwarnmelder wirklich? Verbreiten die vernetzten Rauchmelder kontinuierlich Elektrosmog?

Verschiedene Konzepte zur Installation von Rauchmeldern

Rauchwarnmelder können auf unterschiedliche Art und Weise in den Räumen installiert werden. Dafür gibt es 3 gängige Systeme.

  1. Standalone Rauchmelder

Diese Einzelgeräte werden unabhängig voneinander installiert. Sie kommen vor allem in kleinen Wohnungen und Apartments vor, in denen die Bewohner das akustische Signal des einen Rauchmelders in jedem Raum hören können.

 

  1. Rauchwarnmelder per Kabel

Diese Geräte sind über ein drahtgebundenes Netzwerk miteinander verbunden. Sollte ein einziger Rauchmelder ein Signal abgeben, melden sich auch alle anderen. Diese Lösung ist ideal für größere Wohnungen und Häuser, in denen es mehrere Etagen gibt. Es fließt zwischen den einzelnen Geräten ein Strom – wird dieser unterbrochen, lösen die Rauchwarnmelder einen Alarm aus.

 

  1. Funknetzwerke für Rauchwarnmelder

Die Rauchwarnmelder werden bei diesem System nicht per Kabel, sondern per Funk miteinander verbunden. Im Alarmfall geben auch hier alle Geräte ein Signal ab und nicht nur dasjenige, das den Rauch bemerkt hat.

Die Täuschungsversuche der Hersteller

Um miteinander in Kontakt zu bleiben, müssten die Rauchmelder ununterbrochen Signale aussenden. Dadurch würde aber eine hochfrequente Immission in den Wohnräumen entstehen. Um immissionsbewusste Kunden nicht zu verschrecken, werben einige Hersteller damit, dass die Signale nicht permanent, sondern in regelmäßigen zeitlichen Abständen ausgesendet werden.

Ein Beispiel:

Der Hersteller Hekatron gibt in seinem Prospekt an, dass die „Funksignale [nur] im tatsächlichen ereignisfall gesendet“ werden. Und gleichzeitig lautet die Aussage: „Die Funkstreckenüberwachung prüft täglich, ob alle miteinander vernetzten Funk-Rauchwarnmelder noch vollständig vorhanden sind.“

Ein Test mit den Rauchwarnmeldern dieses Herstellers zeigte, dass die Rauchwarnmelder stündlich ein Signal aussendeten – entgegen des Werbeversprechens im Prospekt.

 

Messung hochfrequenter Immissionen von Funk Rauchwarnmeldern

Das Institut Dr. Moldan Umwelttechnik hat die Funk-Rauchwarnmelder genauer unter die Lupe genommen. Dabei kam heraus, dass insbesondere die Rauchmelder von Techem alle 2 Minuten ein Signal abgeben – 24 Stunden am Tag. Andere Geräte wie beispielsweise das baugleiche System von Brunata sendet nur einmal im Monat für wenige Stunden. Außerdem fallen die Brunata Warnmelder mit weniger als 5 Milliwatt nicht unter den Gültigkeitsbereich von 26. BlmSchV. Die genauen Messergebnisse können an dieser Stelle nachgelesen werden: https://www.drmoldan.de/wp-content/uploads/2016/12/Funk-Rauchwarnmelder-HF-Messungen-Dr.-Moldan-Umweltanalytik-161229.pdf

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Wie schädlich ist der Elektrosmog durch Rauchmelder?

Die Bundesregierung hat schon 2007 die Empfehlung ausgesprochen, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so niedrig wie möglich zu halten. Wenn möglich, sollen Verbraucher auf Kabelverbindungen zurückgreifen. Dieser Hinweis gilt insbesondere für Funkanwendungen, die auch in der Nacht arbeiten. Dazu gehören WLAN-Netzwerke, Wetterstationen, Funkwecker und auch Funk-Rauchwarnmelder.

Wenn Sie Rauchwarnmelder von Techem oder Hekatron installiert haben, die regelmäßig Funksignale aussenden, dann sind Sie einer permanenten Strahlenbelastung ausgesetzt. Ihr Körper leidet unter Dauerstress, was sich unter anderem durch Schlafstörungen zeigt.

Wie kann man sich vor Elektrosmog durch Rauchmelder schützen?

Wenn es möglich ist sind kabelgebundenen Rauchmeldern immer den Funknetzwerken vorzuziehen. Achten Sie bei einem Neubau, einer Renovierung oder Nachrüstung darauf.

In einer Mietwohnung sieht die Situation manchmal etwas schwieriger aus, da man unter Umständen die Entscheidung des Vermieters akzeptieren muss. Trotzdem sollte man es nicht unterlassen, diesen darauf hinzuweisen, dass Funk-Rauchmelder ein Gesundheitsrisiko mit sich bringen. Der ein oder andere ist aufgrund von Unwissenheit evtl. zum Austausch bereit.

Wenn keine Änderungsmöglichkeit in Sicht schein, lässt sich durch einen Abschirmbaldachin oder abschirmende Bettwäsche ein Eigenschutz erreichen.

Diese Elektrosmog-Abschirmung hält auch gleichzeitig, häufig vorhandenen Strahlung durch WLAN-Anlagen fern. Gerade in Mehrfamilienhäuser sind die Belastung durch mehrfache WLAN-Router enorm.

Lesen Sie hier weiter wie Sie sich am Schlafplatz vor Elektrosmog schützen und gesund schlafen können.

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