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Tinnitus durch Handys

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Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa haben 15 % der Deutschen regelmäßig mit Tinnitus zu kämpfen. Dabei handelt es sich um einen Ton, der im Ohr entsteht und ausschließlich für die betreffende Person wahrnehmbar ist. Eine Studie unter Michael Kundi vom Institut für Psychologische Grundlagenforschung an der Universität Wien untersuchte, ob die Entstehung eines Tinnitus durch das Handy begünstigt wird, schließlich ist das Zischen, Pfeifen, Pulsieren in der Prä-Mobilfunk-Ära deutlich weniger populär gewesen.

Tinnitus – Entstehung und Ursache

„Tinnitus aurium“ bezeichnet ein Geräusch, welches von der betreffenden Person meist als Pfeifen, Zischen oder Brummen wahrgenommen wird. Eine Messung mit Sensoren ist nicht möglich, weshalb der Ton manchmal auch als Phantomgeräusch bezeichnet wird. Dieses stammt nicht von einer äußeren Schallquelle, sondern der Ton entsteht scheinbar im Ohr oder dem Gleichgewichtsorgan und stellt somit eine vorübergehende Störung der Hörfähigkeit dar. Die meisten Betroffenen verspüren dies lediglich als störend, bei starker Ausprägung jedoch kann die Störung zur Belastung im Alltag werden.

Tinnitus ist eine vorrübergehende Störung des Hörvermögens
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Viele Ursachen wurden mit dem Phantomgeräusch in Verbindung gebracht. Die meisten davon lassen sich auf äußere Einwirkungen zurückführen. Ein Knalltrauma oder Hörsturz beispielsweise können das unangenehme Pfeifen ebenso verursachen wie häufige Lärmeinwirkungen und Druckunterschiede. Auch Elektrosmog steht im Verdacht, für die Entstehung der Geräusche mitverantwortlich zu sein.

Zusammenhang zwischen Elektrosmog und Ohrgeräuschen

Beim Telefonieren beeinflussen verschiedene Faktoren das Ohr. Zum Teil ist die Lautstärke direkt im Ohr zu hoch. Vor allen Dingen werden durch die Handystrahlung bei diesem geringen Abstand zum Ohr und Kopf extrem hohen Werte erreicht. Bereits nach 3 Minuten Handytelefonat kommt es zur Verklumpung des Blutes. Dies lässt sich vergleichsweise einfach durch eine Untersuchung des Blutes in der Dunkelfeld-Mikroskopie nachweisen. Eine Verklumpung des Blutes zieht infolge eine schlechtere Sauerstoffversorgung nach sich.

Die kurze Entfernung zwischen Telefon und Innenohr hat eine extrem starke Strahlung zur Folge.

Gesundheitsschäden durch Handys treten oft Jahre verzögert auf, da unser Körper fähig ist Angriffe dieser Art, je nach Stärke des Immunsystem, mehr oder weniger lange zu kompensieren. Studien untersuchten, ob ein statistischer Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Phantomgeräuschen mit Handystrahlung bestehen könnte.

Tinnitus durch Handy: Ergebnisse einer österreichischen Studie deutlich

Der österreichische Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Kundi untersucht die Auswirkungen von Luftschadstoffen und elektromagnetischen Feldern auf den Menschen. Er befasste sich in der Vergangenheit häufiger mit der Klärung der Frage, inwiefern sich Handystrahlung schädlich auf biologische Vorgänge auswirkt und gilt als angesehener Spezialist auf diesem Gebiet.

Das Handy beim telefonieren direkt am Ohr ... gefährlich oder harmlos?
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Bei einer Studie unter Michael Kundi kamen die Forscher zu folgendem Ergebnis: Handynutzer leiden im Schnitt bis zu 37 % häufiger an Tinnitus. Dieser Wert steigt sogar auf 71 %, wenn betreffende Personen täglich mehr als zehn Minuten mit dem Handy telefonieren. Die langfristige Nutzung ab einem Zeitraum von etwa vier Jahren verdoppelt die Gefahr.

Für diese Studie wurden 100 Probanden und 100 Vergleichspersonen herangezogen. Laut Aerzteblatt.de handelt es sich bei diesem Ergebnis eindeutig um eine „statistische Anomalie“. Diese Zahlen sollten anderen Forschern Anlass geben, diesen Sachverhalt weiter zu verfolgen, da Tinnitus und Handystrahlung bisher nicht in einen wissenschaftlichen Zusammenhang gebracht wurden. Wie immer wenn es um „wissenschaftliche Beweise“ geht, besteht die Gefahr das Interessen Ergebnisse beeinflussen. Auch in diesem Fall, stehen Gesundheitsschäden der Bevölkerung einer gigantischen Mobilfunkindustrie entgegen. Es lohnt sich demnach immer genauer hinzusehen, von wem und in welchem Auftrag Studien durchgeführt werden.

Untersuchungen durch eine deutsche Studie als Widerlegung?

Das „Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm“ führte ebenfalls eine Reihe von Tests durch, um die Entstehung von Tinnitus durch das Handy zu untersuchen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass ein Zusammenhang ausgeschlossen werden kann. Es gab allerdings einen Unterschied in der Versuchsdurchführung, welcher das andere Ergebnis erklärt: Die Versuche wurden an Tieren durchgeführt. Da die Anatomie des menschlichen Ohrs sich von Tieren ein wenig unterscheidet, können diese Ergebnisse nicht als Maßstab genutzt werden. Die Aussagekraft des Versuchs wird daher von vielen Spezialisten angezweifelt.

Spezialisten sind sich uneinig darüber, ob Handystrahlung zum Tinnitus führen kann
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Hinzukommt, dass in Deutschland wenig öffentliches Interesse an der Untersuchung von Mobilfunkstrahlung und deren langfristigen Gefahren besteht. Gesetzgeber und Industrie argumentieren nur zu gerne damit, dass die Grenzwerte des Rates der europäischen Union eingehalten werden. Diese Grenzwerte stammen allerdings aus dem Jahr 1999 und werden aufgrund neuerer Erkenntnisse immer häufiger angezweifelt, da sie erwiesenermaßen keinen Schutz bieten. Andere Länder wie Polen oder die Schweiz sind auf diesem Gebiet etwas weiter und haben die nationalen Elektrosmog Grenzwerte gesenkt, wenn auch noch lange nicht auf gesundheitsverträgliche Werte.

Schäden durch Mobilfunkstrahlung: Prävention statt Nachsorge

Jeder Handynutzer kann die Strahlung durch einen verantwortungsbewussten Umgang deutlich senken. Trotz der Nachweise, dass Handystrahlung Krebs verursachen kann, ist keine Regulierung der offiziellen Grenzwerte in Sicht, weil der Sachverhalt scheinbar noch nicht unwiderruflich bewiesen wurde. Ein präventiver Schutz vor zu viel Mobilfunkstrahlung liegt damit im eigenen Ermessen und sollte daher selbstverständlich sein. Das Befolgen von ein paar kleinen Tipps hat bereits große Auswirkungen.

 Verzicht oder zumindest Abstand zum Mobiltelefon halten

Die effektivste Methode ist, schlicht und ergreifend: Verzicht. Was heute undenkbar scheint, ist allerdings nicht nur aus Strahlenschutzgründen anzuraten. Die sog. „Digitale Demenz“ wird durch die enorme Nutzung digitaler Medien, insbesondere durchs Smartphone, immer stärker diskutiert.  Ansonsten gilt, den Abstand zum Telefon immer möglichst groß zu halten. Die Intensität der Strahlung verringert sich mit der Entfernung. Vom Tragen in der Hemdtasche ist daher ganz klar abzuraten, weil die Handystrahlung hier in voller Stärke auf den Brustbereich mit allen lebenswichtigen Organen einwirkt. Besser ist es, Handys auf einem Schrank in einigen Metern Entfernung abzulegen. Das gilt im Übrigen genauso für schnurlose Festnetztelefone, weil deren Funkstrahlung die gleichen Auswirkungen hat.

Es gibt keinen Zweifel, das Handywellen, die noch keinen thermischen Effekt auslösen, biologisch wirksam werden können.

Bundesanstalt für Arbeitsmedizin, Berlin (1998)

Auch wenn es heute als altmodisch gilt, das gute alte Schnurtelefon, gibt es seit 100 Jahren und hat seitdem keinerlei Debatte über Gesundheitsschäden ausgelöst. Machen Sie doch einfach mal selbst den Test. Geben Sie z.B. bei Google „Gesundheitsschäden Schnurtelefon“ ein und beobachten Sie die Suchergebnisse. Google zeigt nur 343 Treffen an, die Suchergebnisse zeigen aber allesamt Zusammenhänge mit schnurlosen Geräten und Gesundheitsschäden. Wir machen den Gegentest. „Gesundheitsschäden Handy“ liefert 601.000 Treffer. Eine Flut von Warnungen, Erkenntnissen usw. Auch Mainstreammedien wie Focus, Spiegel und auch das Bundesamt für Strahlenschutz warnt mittlerweile vor Hirntumoren, Krebs uvm.

Als Vorbeugung eignet sich das Telefonieren via Lautsprecher etwas weiter weg vom Ohr
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Empfang suchen

Moderne Mobiltelefone variieren ihre Sendeleistung, um immer die volle Funktionalität bieten zu können. Ist der Empfang gut, wird weniger Sendeleistung benötigt. Im Gegenzug bedeutet das aber auch, dass schlechter Empfang eine höhere Leistung voraussetzt. Telefonieren Sie daher mit Funktelefonen egal welcher Art nur bei gutem Empfang und am besten unter freiem Himmel. Das reduziert die Handystrahlung deutlich.

Nutzungszeit einschränken

Um die Belastung durch Elektrosmog möglichst gering zu halten, beschränken Sie Gesprächszeiten einfach auf das Nötigste. Kurze Gespräche zur Klärung wirklich wichtiger Details sind „okay“, stundenlanges Plaudern über unwichtige Dinge hingegen erhöhen die Belastung unnötig. Wichtige private und berufliche Informationen lassen sich ohnehin besser persönlich bei einem Kaffee oder Tee austauschen.

Zusammenfassung – Gefahr von Tinnitus durch das Handy

Die Entstehung eines Tinnitus kann verschiedene Ursachen haben, von denen viele auf das mobile Telefonieren zurückgeführt werden. Dabei entstehen mechanische, akustische und elektromagnetische Belastungen für das Ohr und Gleichgewichtsorgan. Dass Handystrahlung schädlich ist, wurde in mehreren Studien untersucht und auch bewiesen. Die Forschungsergebnisse unter Michael Kundi jedoch legen die Vermutung nahe, dass auch ein Tinnitus durch das Handy verursacht werden kann. Bis weitere Erkenntnisse vorliegen, sollten ein sorgfältiger Umgang mit der Technologie und eine geregelte Nutzung als präventive Maßnahmen gegen ein hohes Maß an Mobilfunkstrahlung eingesetzt werden.

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