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Telekom Speedport Strahlung

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„Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten.“ Diese Warnung ist keinesfalls eine Drohung eines Mobilfunkgegners, sondern stammt aus der Bedienungsanleitung des Telekom Speedport W 724V. Offensichtlich fürchten auch wichtige Personen des größten deutschen Telekommunikationsunternehmens, dass Elektrosmog durch WLAN-Strahlung nicht gänzlich ungefährlich ist.

Der Speedport – WLAN-Router der Telekom

WLAN-Router gehören bei den meisten Internetanbietern inzwischen mehr zum guten Ton als zum besonderen Service. Der steigende Marktanteil von Smartphones und Tablets macht das drahtlose Internet zum wichtigen Kaufkriterium für Internetnutzer. Selbstverständlich folgt auch die Telekom diesem Trend und stellt, meist gegen eine geringe Gebühr, den Speedport als modernen Router bereit. Dieser Router verfügt über starke Antennen, mit denen die Strahlung auch dicke Wände durchdringt und dabei hohe Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht. Eine Funktion für einen zweiten, freien Drahtloszugang trägt dazu bei, dass Telekomkunden an tausenden von Routern im Land gratis und schnell surfen können.

Wi-Fi
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Warnung vor WLAN-Strahlung in der Bedienungsanleitung

Die in der Einleitung zitierte Warnung findet sich am Ende des Abschnitts „Sicherheitshinweise und Datensicherheit“ der Anleitung wieder. Offenbar reagiert der Konzern damit auf die Warnungen von Ärzten und Baubiologen, die eine drastische Senkung der Grenzwerte in Deutschland fordern. Die Grenzen für Esmog sind derart hoch angesetzt, dass Spezialisten hier nicht von Schutz sprechen, sondern bestenfalls von einem obligatorischen Grenzwert. Das Wissen, dass die hochfrequente Strahlung bereits weit unterhalb dieser Grenzwerte Effekte im Körper auslöst, ist längst kein Geheimnis mehr unter Wissenschaftlern. Besonders die Hochfrequenz im MHz und GHz-Bereich wird als problematisch angesehen, weil uns diese Frequenzen durch Mobilfunk und WLAN ganztags bestrahlen. Möglicherweise möchte sich der Konzern hier gegen spätere Klagen absichern.

Tatsache ist: Viele Gefahren, die uns heute logisch erscheinen, wurden erst Jahrzehnte nach ihrer Entdeckung als gefährlich erkannt, nachdem Menschen daran gestorben waren!

Wo sollte ein Router nicht aufgestellt werden?

In der Anleitung des Telekom Speedport wird dazu geraten, den Router möglichst weit entfernt von Schlaf-, Aufenthalts- und Kinderzimmern aufzustellen. Dieser Hinweis, wenn er denn überhaupt von Verbrauchern bemerkt und gelesen wird, ist in der Praxis kaum schutzbringend umzusetzen. Elektromagnetische Felder des WLAN-Routers durchdringen Wände, Decken und Böden um eine Kommunikation sicherzustellen. In einer durchschnittlichen Wohnung, werden Sie daher überall bestrahlt. Der Sicherheitshinweis entpuppt sich daher mehr als juristische Absicherung, als praktischer Strahlenschutz. Zudem sind die meisten unbedarften Nutzer wohl eher an einer bestmöglichen Verbindung interessiert und werden daher den Aufstellort des WLAN-Routers eher näher als weiter wählen.

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn eine schnelle Verbindung mit gleichzeitigem Strahlenschutz funktioniert bei dem beschriebenen Speedport nicht.

Andere Technologien wie die VLC-Technologie (Visible Light Communication) bei der ein Datenverkehr über Licht realisiert wird, funktionieren strahlenfrei, interessieren allerdings Telekom und Co. wenig. Das Ergebnis: Menschen kaufen weiter schädliche Produkte und ahnen selten die Gefahr der sie sich damit aussetzen.

Kopfschmerzen koennen Folgen von Elektrosmog sein
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Die häufigsten Folgen dieser hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung sind Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit oder Schlafstörungen. Diese Symptome treten meist im Anfangsstadium einer Bestrahlung auf und signalisieren Handlungsbedarf. Untersuchungen der russischen Strahlenschutzkommission (RNCNIRP) in den Jahren 2000 – 2009 ergaben, bei Bestrahlung weit unterhalb von offiziellen Grenzwerten einen signifikanten Anstieg folgender Krankheiten:

+85% Störungen des zentralen Nervensystems

+82% Bluterkrankungen und Störungen des Immunsystems (Kinder u. 14 J.)

+58% Neurologische Störungen (Kinder u. 14 J.)

+36% Epilepsie oder epileptische Erkrankungen

+11% geistige Entwicklungsstörungen

Im Anbetracht solcher drastischen Entwicklungen und der stetigen Zunahme von WLAN-Hotspots in privaten Häusern und Wohnungen, sollte das Aufstellen eines WLAN-Routers grundsätzlich vermieden werden. Alternativen über kabelgebundene LAN-Netzwerke sind immer möglich, sicher und strahlenfrei.

WLAN-Strahlung des Speedport reduzieren

Die effektivste Variante zur Senkung der Strahlenbelastung ist das Deaktivieren der kabellosen Verbindung. Dies lässt sich entweder über eine Taste am Router oder über das Konfigurationsmenü per Browser umsetzen. Wird die Drahtlosverbindung jedoch unbedingt gebraucht, können ein paar Maßnahmen helfen, die Belastung deutlich zu senken.

Sendeleistung reduzieren
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Sendeleistung reduzieren

Mit der Einstellung der Sendeleistung lässt sich die Belastung durch Esmog reduzieren. Telekom Speedports verfügen in der Regel über eine Option, bei der zwischen voller, mittlerer und niedriger Sendeleistung gewählt werden kann. Die Senkung der Leistung reduziert natürlich die Reichweite des Speedports. Aufgrund der starken Antennen jedoch reicht in den meisten Häusern die mittlere oder niedrige Sendeleistung aus, um überall die volle Verfügbarkeit zu gewährleisten. Mit der Wahl eines zentralen Standorts für den Telekom Speedport kann die Leistung eventuell noch weiter gesenkt werden.

Zeitschaltung aktivieren

Mit dem Einbau einer programmierbaren Zeitschaltung geht der Hersteller noch einen Schritt weiter. Hier lassen sich für alle Tage separate Uhrzeiten einstellen, zu denen das Drahtlosnetzwerk abgeschaltet wird. Hier bietet sich in erster Linie die Abschaltung in der Nacht an, damit der Körper seine verdiente Ruhe ohne elektromagnetische Felder genießen kann. Dies spart nicht nur Energie, sondern senkt auch die Belastung durch Elektrosmog.

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Abschirmung gegen WLAN-Hotspots

Haben Sie bereits ihr WLAN-Signal deaktiviert und auf Kabel umgestellt? Dann haben Sie den ersten wichtigen Schritt getan. Leider dringen nun aber WLAN-Router von Nachbarn, Geschäften, Bars etc. ihre eigenen vier Wände ein. Hier kann nur mit einer Abschirmung vor der Strahlung Abhilfe geschaffen werden.

In einem Wohnblock besteht meist das Problem, dass auch die WLAN-Strahlung der Nachbarwohnungen in die eigenen vier Wände eindringt.

Eine seriös und gewissenhaft umgesetzte großflächige Abschirmung, hilft die Strahlenbelastung von Aussen zu minimieren oder sogar vollständig auszuschließen. Am besten Sie lassen eine Elektrosmog-Messungen durchführen und sich vor der Umsetzung beraten. Der eigene Telekom Speedport sollte dann nicht in diesen abgeschirmten Zimmern betrieben werden, da die Strahlung reflektiert würde.

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Abschirmung gegen elektromagnetische Felder

Die Hochfrequenz besitzt die Eigenschaft, dass sie große Entfernungen überbrücken kann, sich aber mit relativ einfachen Mitteln abschirmen lässt. Für die Abschirmung von Wänden beispielsweise eignen sich YSHIELD Abschirmfarben, die sowohl hohe als auch niedrigere Frequenzen aufhalten. Weiterhin können die Farben einfach überstrichen werden und sind damit unsichtbar. Ebenfalls ideal für Wände geeignet sind Abschirmtapeten, die unter die normalen Tapeten geklebt werden.

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Für die Schirmung von Böden, Wänden und Decken eignen sich Flächenprodukte wie abschirmende Gewebe oder Vliese mit hoher Schirmdämpfung.

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Diese können problemlos zum Beispiel in Zwischenwänden oder -decken verlegt werden und schützen den Raum effektiv vor Elektrosmog.

Kurz gefasst: Der Telekom Speedport und der Elektrosmog

Ob der Warnhinweis in der Bedienungsanleitung der Telekom tatsächlich zum Schutz der Bevölkerung vor Esmog vorgenommen wurde oder sie lediglich juristisch vor künftigen Klagen absichert, darüber lässt sich streiten. Fakt aber ist: Solange die Gefahren durch hochfrequente Strahlung stillschweigend hingenommen werden, hält die Politik an den viel zu hoch angesetzten Grenzwerten fest.

Nur, wenn die Menschen über Elektrosmog und die damit verbundenen Gefahren ausgiebig informiert werden, kann eine Besserung der Situation eintreten.

Mit dem Hinweis auf die vom Telekom Speedport erzeugten elektromagnetischen Felder zeigt die Telekom lediglich, dass bereits viele Menschen auf die Gefahren durch WLAN-Strahlung sensibilisiert wurden. Der richtige Schritt auf dem Weg zu einer strahlungsarmen Umwelt ist dies allerdings noch lange nicht.