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Verbraucherinfo: Inwiefern beeinflussen Steckdosen im Schlafzimmer die Gesundheit?

Die Gefahren für Menschen und Tiere, die mit dem ständig zunehmenden Elektrosmog einhergehen, sind inzwischen breiten Bevölkerungsschichten bewusst. Was in der Diskussion bislang etwas unterging, sind konkrete Gefahrenquellen und welche Gegenmaßnahmen Abhilfe schaffen könnten. Daher haben wir uns ausführlich über die Konsequenzen für Ihre Schlafgesundheit informiert, die entstehen können, wenn sich eine Steckdose direkt neben Ihrem Bett befindet. Außerdem werden Sie hier Ratschläge finden, wie Sie Elektrosmog mittels Abschirmung im Schlafzimmer deutlich reduzieren können.

Aktuelle Erkenntnisse und empfohlene Grenzwerte

Das Bundesamt für Strahlenschutz vermutet, dass zwei Prozent der deutschen Bevölkerung sensibel auf elektromagnetische Felder reagieren. Dass sich daraus schwerwiegende Schlafstörungen und noch weitaus schwerer wiegende Probleme ergeben können, scheint der Regierung allerdings noch nicht in den Sinn gekommen zu sein.

Privat finanzierte Studien, wie die der erfahrenen Kinderärztin Dr. Andrea Schmelz, sind da schon detaillierter ausgeführt. So legen neueste Forschungen nahe, dass Elektrosmog einen erheblichen Einfluss auf die Zirbeldrüse zu nehmen scheint, wodurch die Produktion des schlaffördernden Hormones Melatonin beträchtlich herabgesenkt wird. Und als ob fehlende Nachtruhe nicht schon unangenehm genug sei, scheint Melatonin zudem das Blutkrebsrisiko von Kindern und Tieren herabzusenken.

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In weiteren Testreihen ist Dr. Schmelz darüber hinaus zu dem Schluss gelangt, dass die Strahlenbelastung proportional zur Entfernung der jeweiligen Elektrogeräte zu- und abnimmt. In dem Zusammenhang hat die Medizinerin Richtwerte angegeben, welche den minimalen Abstand folgender Strahlungsquellen zum Schlafzimmer Ihrer Kinder definieren:

  • Hochspannungs-Freileitung (40 – 200 Meter)
  • Mittelspannungsleitung 10 -20 KV (10 – 20 Meter)
  • Auf dem Dach platzierte Freileitung (1 – 6 Meter)
  • Bahntrasse (20 – 50 Meter)
  • Erdkabel bis 110 KV (1 – 10 Meter)
  • Trafostation (3 – 10 Meter)
  • Handymast (120 – 160 Meter)

Die Gefährdung, die von vielen der hierbei aufgeführten Strahlungsquellen ausgeht, war bereits bekannt. Was allerdings noch einmal deutlich heraussticht, ist die Empfehlung bezüglich der Sendemasten für Mobilfunk.

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Deren immense Strahlungsintensität rührt daher, dass sie, im Gegensatz zu analogen Sendern, digitale Impulse in konzentrierten Paketen verschicken.

Der vom Mobilfunk verursachte Elektrosmog ist dabei nicht nur für thermische (also durch punktuelle Hitze bedingte) Schäden, wie etwa Grauen Star, verantwortlich, sondern führt darüber hinaus zu umfangreichen Beschwerden, von welchen einige nun in Tierversuchen zum ersten Mal zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten:

  • Verhaltensmodifikationen
  • Diskrepanzen der aufgezeichneten Hirnströme (EEG)
  • Schädigungen der Erbsubstanz (im Tierversuch nachgewiesen)
  • Biochemie im Gehirn wird beeinträchtigt (Tierversuch)
  • erhöhtes Risiko für Lymphdrüsenkrebs (Tierversuch)
  • multiple Erschöpfungserscheinungen, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten

Bewährte Tricks, um den Elektrosmog im Schlafzimmer auf ein Minimum zu reduzieren

Für Berufstätige ist es im Alltag quasi unmöglich, die entsprechenden Strahlungsquellen zu meiden. Nachts sieht es jedoch anders aus: Die Vorgänge im eigenen Schlafzimmer ergeben sich ausschließlich aus den individuellen Bedürfnissen der Bewohner, bzw. deren Handlungsbereitschaft. So ist die Strahlenbelastung, der die Deutschen tagsüber ausgesetzt werden, bereits hoch genug und sollte nicht noch durch zahlreiche Elektrogeräte in den Schlafräumen eine zusätzliche Steigerung erfahren.

Dass sich deren Anzahl auf null reduzieren lässt, ist allerdings nur in den seltensten Fällen umsetzbar, doch sollte zumindest die unmittelbare Umgebung (empfehlenswert ist die Entfernung von einem Meter) des Bettes frei von Strahlungsquellen sein.

Steckdosenleiste
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Hinsichtlich der Anzahl an Steckdosen in der Nähe des Bettes sind ähnliche Überlegungen angestellt worden. So sollten Elektrogeräte über Nacht generell vom Netz getrennt werden, was sich am einfachsten durch den Einsatz einer geschirmten Steckdosenleiste realisieren lässt, da so lediglich ein Schalter betätigt werden muss.

Wie im vorangegangenen Kapitel bereits beschrieben wurde, ist Strahlung, die von Mobilfunkgeräten ausgeht, besonders schädlich für Menschen und Tiere. So ist die Angewohnheit vieler Deutscher, das Handy über Nacht aufzuladen, während sie direkt neben der Steckdose schlafen, als hochgradig gesundheitsgefährdend einzustufen.

Denn schließlich überlagern sich dabei die niederfrequenten Strahlungsfelder der Steckdose mit den hochfrequenten Impulsen des Telefons, wodurch quasi sämtliche schädlichen elektromagnetischen Einflüsse in einem hübschen Paket unmittelbar neben dem Kopf des Schlafenden platziert werden.

Die bislang erwähnten Tipps sind allgemein gültig. Um dafür zu sorgen, dass Kinder ebenfalls in Ruhe schlafen können, sind aber noch zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Sollte Ihnen also auffallen, dass Ihre Kinder sehr unruhig schlafen oder eine spezielle Ecke des Bettes beharrlich meiden, ist es höchste Zeit, folgende Richtlinien einzuhalten:

  1. Sämtliche überflüssigen Elektrogräte haben im Schlafzimmer des Kindes nichts verloren.
  2. Die Betten sollten so platziert sein, dass Ihre Kinder nicht direkt neben einer Steckdose schlafen. Der Sicherheitsabstand sollte einen Meter unter keinen Umständen unterschreiten.
  3. Sicherungskästen, Steigleitungen und Nachtspeicherheizungen erzeugen mehr Elektrosmog, als eine handelsübliche Steckdose und sollten daher nicht näher als drei Meter ans Bett heranreichen.
  4. Kabelsalat bzw. Verlängerungskabel unter dem Bett sind keinesfalls gesundheitsfördernd.
  5. Dimmbare Nachtlichter, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen erzeugen erhöhte Strahlungswerte. Wenn Ihr Kind ohne Licht allerdings nicht schlafen kann, sollten Sie ausschließlich herkömmliche Glühbirnen verwenden.
  6. Elektromagnetische Strahlung wird durch metallische Objekte verstärkt. Demnach sind moderne Kinderbetten aus Holz dringend zu empfehlen.
  7. Wenn sich Ihr Kind beim Wickeln extrem unwohl fühlt, kann dies darauf zurückzuführen sein, dass Sie ihm zuliebe dort einen Heizstrahler verwenden, der sehr hohe Strahlungswerte aufweist. Ein durchgehend stark geheizter Raum, wie etwa das Bad, wäre sicher geeigneter für diese Tätigkeit.
Heizstrahler im Bad
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Wirkungsvolle Produkte zur Abschirmung elektromagnetischer Strahlung im Überblick

Da Elektrosensibilität lange Zeit unterhalb des Radarschirms der internationalen Medizinergruppen flog, scheuten etablierte Konzerne, in massenkompatible Entwicklungen zum Zwecke der Abschirmung von riskanten Strahlungsquellen zu investieren. Diese Zurückhaltung scheint in den Köpfen der Vorstandsvorsitzenden doch fester verankert, als viele Leidgeplagte gehofft hatten, obwohl sich in den letzten Jahren schon ein paar neue Unternehmen auf dem Wachstumsmarkt engagierten.

So finden Sie nachfolgend die zurzeit interessantesten Produkte, die Elektrosmog durch Abschirmung im Schlafzimmer wirksam reduzieren.

Steckdosenleisten

Da es sich nicht immer vermeiden lässt, neben einer Steckdose zu schlafen, sollte dieser Strahlungsquelle Ihr erster Gedanke gelten. Daher hat sich die, vom Diplom-Ingenieur Peter Danell gegründete, Danell GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg darauf spezialisiert, bezahlbare Lösungen für Schlaf- und Arbeitsräume zu entwickeln. So vertreibt Danell inzwischen eine kleine Serie unterschiedlicher Leisten, welche über alle Vorzüge einer herkömmlichen Steckdosenleiste verfügen, was normgerechte Schuko-Steckdosen sowie die klassische Kindersicherung miteinschließt.

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Darüber hinaus wird die geschirmte Steckdosenleiste inzwischen in drei Varianten angeboten, wovon die Vierer-Kombination am günstigsten produziert werden kann, was sie speziell für junge Eltern interessant macht. Die umfangreicheren Ausführungen mit jeweils neun Anschlüssen dürften dagegen schon eher Kundenkreise ansprechen, die eine geschirmte Steckdosenleiste für Büroräume benötigen, zumal eine davon explizit für den Anschluss von PCs konzipiert wurde.

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Tatsächlich ist der einzige Unterschied, den die Produktserie gegenüber herkömmlichen Steckdosenleisten aufweist, dass sie im Inneren mit einem schirmenden Drahtgeflecht versehen wurden, um das an der Steckdose erzeugte elektrische Feld in der Leiste zu bannen.

Zubehör fürs Bett

Mit der Abschirmung der Steckdose wäre also der erste Schritt getan. Sollte es bautechnisch aber nicht möglich oder zu umständlich sein, Steckdosenleisten einzusetzen, wird die Strahlung am entgegengesetzten Ende abgeschirmt werden müssen: An den Menschen, die neben einer Steckdose schlafen. Mit dieser Frage scheint sich die Entwicklungsabteilung der YSHIELD GmbH & Co. KG ebenfalls beschäftigt zu haben, sodass das süddeutsche Unternehmen, das 2003 mit dem Verkauf von Abschirmfarben startete, seine abschirmenden Materialien „Steel-Gray“ und „Silver-Grid“ in Bett-Textilien integrieren konnte.

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Sie gleichen sich hinsichtlich ihrer Wirkung, sodass sie gegen die schädigende Strahlung hoch- und niederfrequenter elektrischer Felder schützen. Dies wurde bei „Steel-Gray“ dadurch erreicht, dass die klassischen Bestandteile von Decken, Schlafsäcken und Bettwäsche (also Baumwolle und Polyester) um sehr fein eingewebte Edelstahlfäden ergänzt wurden.

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Das Material „Silver-Grid“ wird hingegen ausschließlich für Bettlaken verwendet und folgt einer gänzlich anderen Strategie: So wurde der Baumwolle ein fünfprozentiger Anteil an Silberfäden beigemischt, wodurch sich das Laken über zwei Anschlüsse erden und damit effektiv gegen jegliche schädliche Strahlung aus einer Steckdose unter dem Bett abschirmen lässt.

Baldachine

Darüber hinaus hat YSHIELD eine Möglichkeit entwickelt, temporäre Vorkehrungen zum Abschirmen zu treffen, welche etwa auf Reisen nötig werden könnten. Dazu wird das Bett von einem Baldachin, im Stile eines Moskitonetzes, vollkommen umschlossen.

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Das Netz wird folglich über das Bett gespannt und bildet dort einen geschlossenen faradayschen Käfig, wodurch bei einer Frequenzhöhe von 1 GHz eine Abschirmwirkung von immerhin 25 – 50 dB erzielt wird. Ein weiterer Vorteil der Baldachine von YSHIELD besteht darin, dass sie in sehr vielen Ausfertigungen produziert werden und demnach für jede individuelle Situation geeignet sind. So sind bereits 12 entsprechende Modelle verfügbar, die sowohl für Einzel- als auch für Doppelbetten angefertigt wurden und in ihrer Abschirmwirkung, je nach Kundenwunsch, auf niedrige bzw. hohe Frequenzen fokussiert sind.

Das breite Sortiment an Baldachinen legt zudem nahe, dass es sich dabei um den Verkaufsschlager von YSHIELD handelt, weshalb in naher Zukunft mit weiteren Ausführungen gerechnet werden darf.

Fazit: Neben der Steckdose zu schlafen ist schädlicher als viele glauben

Angesichts des Desinteresses des Bundesamtes für Strahlenschutz, wird den Deutschen schon einiges an Einfallsreichtum abverlangt, um sich selbst und die zukünftigen Wähler vor den schädlichen Einflüssen elektromagnetischer Strahlung zu schützen. Und da der Ausbau der Mobilfunk- und WLAN-Netze unaufhörlich voranschreitet, wird sich daran in naher Zukunft nicht viel ändern. Außerdem stimmen die neuesten Forschungsergebnisse, die bislang unbekannte Zusammenhänge zwischen elektromagnetischer Strahlung und Volkskrankheiten offenbarten, bedenklich. Daher gewinnen informierende Artikel sowie die Produktreihen von Danell und YSHIELD zunehmend an Relevanz.

Neben der Steckdose zu schlafen ist schaedlicher als viele glauben
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