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Smart Meter Strahlung

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Bereits 2017 begann die Modernisierung der Stromzähler, wobei diese gegen intelligente Zähler ausgetauscht werden. Der Einbau sogenannter „Smart Meter“ verzögerte sich in Deutschland allerdings aufgrund fehlender Anbieter. Weiterhin gibt es massive Bedenken bezüglich Datenschutz, Sicherheit und vor allem Gesundheit, die den Menschen Sorgen bereiten. Bis heute sind diese Probleme nicht ausreichend geklärt.

Smart Meter – Intelligente Stromzähler

Die Zähler der neuesten Generation sollen in absehbarer Zeit in allen deutschen Haushalten hängen. Sie übermitteln die Verbrauchsdaten an die Energieversorger und machen so neue Tarife möglich. Der Grundgedanke dahinter ist, dass der Strom zu Zeiten, in denen beim Energieversorger ein Überschuss herrscht, günstiger sein soll. Zeiten hingegen, zu denen besonders viel Strom benötigt wird, werden dann teurer.

Das soll die Verbraucher dazu anhalten, die Überschüsse besser zu nutzen und ihren Stromverbrauch zeitlich zu koordinieren.

Das Grundprinzip kennen wir bereits seit Jahrzehnten, als Tag- und Nachtstromtarife erstmals eingeführt wurden. Die Smart Meter sollen allerdings nicht nur zwischen Tag und Nacht, sondern auch zwischen 22 Uhr und 22:30 Uhr unterscheiden. Theoretisch wäre eine minutengenaue Abrechnung möglich. Diese Möglichkeit alarmiert jedoch Datenschützer, die darin eine massive Bedrohung der Privatsphäre sehen.

Grundprinzip intelligenter Zähler

Das Speichern von elektrischer Energie bereitet Energieversorgern Probleme und verursacht Kosten. Günstiger wäre der direkte Verbrauch der erzeugten Energie in den Gewerben und Haushalten. Mithilfe der neuen Technologie sollen umweltbewusste Verbraucher in der Lage sein, Geld zu sparen. Dazu müssen sie ihre stromintensiven Haushaltstätigkeiten wie Waschen und Duschen in Zeiten legen, in denen der Energieversorger einen Überschuss hat.

Duschen
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Die Zähler sollen außerdem in der Lage sein, Haushaltsgeräte mit einem besonders hohen Verbrauch zu identifizieren. Dadurch können Hausbewohner diese Geräte entweder zu „günstigeren“ Zeiten einschalten oder ganz und gar aus dem Haushalt verbannen. Somit wird langfristig nicht nur eine Stromersparnis für den einzelnen Verbraucher, sondern für das gesamte Land erreicht.

Theorie vs Praxis der Smart Meter Stromeinsparung

Erfahrungen in den USA haben gezeigt, das die angeblichen Einsparungen beim Stromverbrauch und damit verbunden niedrigere Kosten für die Verbraucher in der Praxis genau das Gegenteil bewirkt haben. Diese „intelligenten Geräte“ seien hatten den Stromverbrauch viel „genauer“ gemessen, dadurch stieg bei vielen Kunden die Stromrechnung um das Doppelte. Zahlungsunwillige Kunden, die ihrem Ärger dadurch Luft verschaffen wollte, wurden durch die smarte Möglichkeit der Fernsteuerung, kurzerhand der „Saft“ abgedreht und diese fanden sich buchständlich im Dunkeln wieder. Wo früher noch ein Mitarbeiter der Elektrizitätswerke vor Ort kommen musste, sind Abschaltungen, aus welchen Gründen auch immer, ganz einfach per Fernschaltung ohne den Kunden möglich.

Gefahren durch Smart Meter: Strahlung, Datendiebstahl und Brandgefahr

Der intelligente Stromzähler löste eine große Debatte unter Verbraucherschützern aus, lange bevor die ersten Geräte in den Haushalten verbaut wurden. Grund dafür waren unter anderem Berichte über Geräte in Kanada und den Vereinigten Staaten, welche ganze Häuser in Brand gesetzt haben. Nach diesen Vorfällen mussten über 100.000 Geräte getauscht werden. Weitere Bedenken löste die Tatsache aus, dass durch die Kenntnis des Stromverbrauchs Rückschlüsse auf verschiedene Lebensgewohnheiten der Bewohner gezogen werden können.

Kochen
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Das reicht bis zu Dingen wie Koch- und Duschzeiten, womit eine deutliche Einsicht in das Privatleben möglich ist. Forscher der Universität Münster unter Prof. Dr. Ulrich Greveler wiesen in einem Experiment sogar nach, dass sie aus dem minutengenauen Stromverbrauch des Fernsehers den Film erschließen konnten, welcher darauf lief.

Derartige Bedenken sollen durch eine längere Taktung ausgeräumt werden, sodass der Zähler beispielsweise nur alle 15 Minuten den Verbrauch senden darf.

Deutlich schwieriger ist das Thema „Smart Meter und Strahlung“. Der neue digitale Stromzähler wird per WLAN oder PowerLAN mit einem lokalen Netzwerk verbunden. Das ist nötig, um den vollen Funktionsumfang zu nutzen. Die WLAN-Module werden dabei sehr leistungsstark ausgelegt, um Unterbrechungen durch Umgebungsbedingungen auszuschalten. Entsprechend stark ist die Strahlenbelastung für die Menschen in den Haushalten. Die Verwendung von PowerLAN bringt leider auch keine Lösung, da hier ebenfalls Strahlung ausgesendet wird.

Fernsehen
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Smart Meter Strahlung – Elektrosmog frei Haus

Die Geräte müssen sich per WLAN oder PowerLAN, also Internet per Stromleitung, mit einem Netzwerk verbinden. Die Stärke allerdings, mit welcher die Smart Meter strahlen, liegt weit über dem Niveau, welches für eine fehlerfreie Kommunikation ausreichen würde. Die Organisation „Center for Electrosmog Prevention“ schätzte die Stärke der Strahlung so hoch ein, dass sie etwa 160 Mobiltelefonen gleicht. Selbst im Keller sind diese Werte katastrophal. Hängt der Stromzähler allerdings in der Wohnung, ist innerhalb kurzer Zeit mit gesundheitlichen Folgen zu rechnen. Die Vermutung, dass mit PowerLAN betriebene Smart Meter keine Strahlung abgeben, ist leider auch falsch.

Bei der Verwendung von PowerLAN werden hochfrequente Netzwerksignale über die niederfrequente Stromleitung übertragen.

Dadurch geben die Stromleitungen hochfrequente Felder ähnlich der Strahlung ab, wie sie auch von WLAN Sendern und Empfängern genutzt wird. Kurz gefasst: Die neuen Zähler verursachen, unabhängig von der Schnittstelle, Elektrosmog in einem großen Bereich und mit einer Intensität, die wirklich gefährlich ist.

Maßnahmen gegen Smart Meter Strahlung

Wenn der Energieversorger auf die Umrüstung besteht, sind Verbrauchern derzeit noch die Hände gebunden. Gegen den Zähleraustausch kann der Verbraucher nichts unternehmen, aber er kann den Elektrosmog eindämmen. Bei einem Neubau beispielsweise empfiehlt es sich, den Zählerplatz möglichst weit von Kinderzimmern entfernt zu wählen. Kinder reagieren deutlich empfindlicher auf Elektrosmog als Erwachsene. Auch zu Schlafräumen sollte ein möglichst großer Abstand gehalten werden.

Geschirmte Steckdosenleisten gegen Elektrosmog im eigenen Zuhause

Auch, wenn der Zähler in einem Altbau nachgerüstet wird, gibt es Möglichkeiten. Mithilfe von Abschirmmaßnahmen lässt sich der Wirkungsbereich der hochfrequenten Felder einschränken. Verbindet sich der intelligente Stromzähler beispielsweise per WLAN, wäre es ideal, dem Zähler innerhalb des Raums einen separaten Router zur Verfügung zu stellen und den gesamten Raum nach außen hin abzuschirmen.

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Bei der Verwendung von PowerLAN ist das komplizierter, aber auch hier kann mit Netzfreischaltern Abhilfe geschaffen werden. Diese trennen nicht genutzt Stromkreise vom Netz und schneiden somit auch das PowerLAN-Signal in diesen Leitungen ab.

Smart Meter und elektromagnetische Strahlung

Die Gefahr, welche elektromagnetische Felder für den Menschen darstellen, steigt mit der Dauer der Einwirkung. Mit modernen Technologien wie Smart Metern und andern Smart Home Komponenten wirken die hochfrequenten Felder 24 Stunden täglich auf unseren Körper ein. Erhebliche Folgeerkrankungen sind hier die Regel.

Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefragt, indem er mit einer lange überfälligen Senkung der Elektrosmog Grenzwerte reagiert.

Diese Reaktion bleibt bisher jedoch aus, obwohl sie seit Jahrzehnten gefordert wird. Dabei wäre es bei sehr vielen Geräten ohne große Schwierigkeiten möglich, diese mit deutlich geringeren Emissionen im Bereich des Elektrosmogs zu betreiben und damit die Gefahr einzudämmen.