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Was ist NFC-Strahlung?

« Quellen, Auswirkungen und mögliche Gegenmaßnahmen »

Der Übertragungsstandard NFC weist einige Besonderheiten auf, die ihn von Bluetooth und WLAN abgrenzen. Er stellt jedoch eine weitere kabellose Sende- und Empfangsmöglichkeit dar, die an der Entstehung von Elektrosmog beteiligt ist. Die von elektromagnetischer Strahlung verursachten Schäden sind jedoch inzwischen keine Vermutung mehr, sondern erwiesene Fakten.

Was ist NFC-Strahlung?

Der Begriff NFC steht für „Near Field Communication“, was auf Deutsch „Nahfeldkommunikation“ bedeutet. Das Ziel dieses Übertragungsstandards ist es, kleine Mengen an Daten schnell und kontaktlos auszutauschen. Es beruht auf dem RFID-Standard, welcher schon seit den 1970er Jahren genutzt wird. Es gibt Geräte, die ähnlich dem Bluetooth miteinander gekoppelt werden müssen und andere, die einen ungekoppelten Datenaustausch erlauben. Die Übertragungsrate dieser Technik liegt allerdings nur bei 424 Kilobits pro Sekunde und ist damit sehr langsam. Die Verbindung kann entweder zwischen zwei aktiven Geräten oder einem aktiven und einem passiven Gerät ohne eigene Sendeleistung aufgebaut werden.

NFC Technologie
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Alle drahtlosen Übertragungstechniken, so auch die Nahfeldkommunikation, arbeiten im Bereich der Hochfrequenz. Das bedeutet, sie nutzen elektromagnetische Wellen zum Senden und Empfangen von Daten. Diese hochfrequente, elektromagnetische Strahlung ist besonders kritisch zu betrachten, weil diese tief in biologische Prozesse eingreifen kann und zur Verbreitung von Elektrosmog beiträgt.

Die Strahlen der NFC-Geräte sind zwar deutlich schwächer als etwa bei der WLAN-Strahlung, dennoch sollte die Esmog-Problematik keinesfalls ignoriert werden.

Einsatzbereiche von „Near Field Communication“

Der wohl bekannteste Einsatzzweck der Nahfeldkommunikation ist das bargeldlose Bezahlen. Die Chips auf EC- und Geldkarten sind oft passive Nahfeldkommunikationsgeräte und erlauben das kontaktlose Zahlen „im Vorbeigehen“. Auch Smartphones können zunehmend als NFC-Geräte eingesetzt werden. Zur Sicherheit müssen diese Chips normalerweise vorher aufgeladen werden und sind auf kleine Beträge bis 20 Euro limitiert. Bezahlstellen für den neuen Standard finden sich beispielsweise an Zigarettenautomaten, Fahrkartenautomaten und zunehmend auch im Einzelhandel.

Bargeldlos bezahlen mit dem Smartphone
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Eine Zugangskontrolle wird oftmals mit dem NFC-Standard durchgeführt. Die Betriebsausweise werden dazu mit Chips ausgestattet, welche die Identität des Trägers enthalten. Der große Vorteil dieser Zugangskontrolle ist, dass die Identität einer Person bei Bedarf in kurzer Zeit aus dem System gelöscht werden kann und ihr automatisch der Zutritt verweigert wird. Bei einer herkömmlichen Ausweiskontrolle durch einen Wächter kann dies nicht so einfach gewährleistet werden. Ansätze zur Nutzung gibt es noch in vielen anderen Bereichen. Smartphones etwa sind immer häufiger mit der Technik ausgestattet. Über eine App können dann Informationen eines NFC-Chips ausgelesen und auf dem Display angezeigt werden. Auch in der Logistik ist der Einsatz dieser Technik denkbar, um Waren zu kennzeichnen.

Auch das Speichern von Fingerabdruecken ist moeglich
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Die „Near Field Communication“ könnte hier den Barcode-Scanner ablösen und ist dabei weniger störanfällig. Im neuen Personalausweis ist ein Empfänger verbaut, welcher nicht nur das bargeldlose Bezahlen, sondern auch die Identifikation erlaubt. Das Speichern des Fingerabdrucks auf dem Ausweis ist ebenfalls möglich.

Vor- und Nachteile der Nahfeldkommunikation – unbefugter Zugriff und Elektrosmog

Die Besonderheit dieser Technik gegenüber WLAN und Bluetooth ist, dass deren Reichweite sehr stark beschränkt ist. Während eine WLAN-Verbindung durchaus Strecken von 50 Meter überbrücken kann, reicht die NFC-Strahlung nur zehn Zentimeter weit. Dies ist technisch so gewollt, damit ein Zugriff auf das Gerät nur aus kürzester Distanz erfolgen kann. Es stellt außerdem eine Sicherung gegen Ausspähen von außen dar.

Ein Zugriff auf das Geraet kann nur aus kuerzester Distanz erfolgen
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Ein sehr häufig und auch öffentlich diskutiertes Problem ist die Sicherung gegen unbefugten Zugriff. Ein Gerät kann per Nahfeldkommunikation aus kurzer Distanz ohne direkten Kontakt zu einer Aktion, zum Beispiel zu einer Zahlung, veranlasst werden. Experten befürchten, dass die Technik von Betrügern ausgenutzt werden könnte, um zum Beispiel in Menschenmassen durch „versehentliches Anrempeln“ auf Geräte zuzugreifen.

Auch beim drahtlosen Drucken via NFC breitet sich Elektrosmog aus
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Hinzu kommt eines der größten Umweltprobleme unserer modernen Gesellschaft, das sich stark negativ auf unsere Gesundheit auswirkt: die Ausbreitung von Elektrosmog. Die NFC-Strahlung der aktiven Geräte hat zwar nur eine kurze Reichweite, aufgrund der schnellen Verbreitung steigt die Zahl der Strahlungsquellen dafür immer weiter an.

Neben Mobilfunkstrahlung könnte dieser Standard bald in allen Bereichen unseres Lebens vertreten sein.

Elektrosmog durch Nahfeldkommunikation vermeiden – Grenzwerte, allgemeine Tipps und Produkte

Die Grenzwerte in Deutschland sind im Bundesimmissionsschutzgesetz BImSchG festgeschrieben. Die Grenzwerte betragen im Bereich der Hochfrequenz 9000 Milliwatt pro Quadratmeter. Die Baubiologie fordert dagegen deutlich niedrigere Grenzwerte. In Schlafbereichen sollten beispielsweise ein Wert von einem Mikrowatt pro Quadratmeter eingehalten und Handystrahlung komplett ferngehalten werden. Die Differenz zwischen den Empfehlungen und den gesetzlichen Grenzwerten macht deutlich, wie groß der Handlungsbedarf an dieser Stelle ist. Für Handystrahlung existiert noch ein gesonderter Wert (SAR-Wert), dessen Aussagekraft aber von Experten angezweifelt wird, zumal er kein echter Grenzwert, sondern eine Emofehlung darstellt.

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Viele Menschen sind der Meinung, sich durch das Umhüllen ihrer Bankkarte mit Alufolie vor deren elektromagnetischen Strahlung zu schützen. Diese Annahme ist allerdings falsch, da der Chip auf der Karte ein passives Bauteil ist. Er wird erst aktiviert, wenn er in die Nähe einer NFC-Quelle gelangt. Diese Quellen können wir im öffentlichen Raum nicht beeinflussen. Sich selbst vor Elektrosmog zu schützen heißt, Strahlung zu vermeiden, die auf den eigenen Körper einwirkt. Dies kann entweder durch das Abschirmen der strahlenden Produkte geschehen oder durch den Schutz des eigenen Körpers.

NFC-Strahlung und Elektrosmog

Messgeräte für alle gängigen Frequenzen

Durch die Verwendung hochwertiger Elektrosmog-Messgeräte lässt sich die Strahlungsintensität, die von Handys mit NFC und Co. ausgeht, anhand von eindeutigen Werten bestimmen. Da Maßnahmen zum Strahlenschutz aufwändig und kostenintensiv sind, können Hotspots mit diesen Geräten erkannt und zielgenau eingedämmt werden.

Ergaenzung zum Messgeraet HF35C Frequenzbereich auf 6 GHz erweitern Messgeraet HF35C zur Identifikation gepulster Strahlungsquellen

Technisch bedingt können solche Messgeräte nur bestimmte Frequenzbänder abdecken. Es gibt jedoch für nahezu jede Frequenz die passende Ausführung. Sie können entweder gekauft oder für die einmalige Benutzung geliehen werden. Ein Kauf empfiehlt sich allerdings, da es ratsam ist, Esmog immer wieder in gewissen Abständen zu messen.

Abschirmkleidung

Bauliche Maßnahmen stellen den effektivsten Schutz gegen elektromagnetische Felder dar. Sie können aber nicht vorgenommen werden, wenn etwa ein Vermieter den Umbau verbietet. Alternativ bietet sich neben dem Einsatz von Abschirmstoffen das Tragen von Abschirmkleidung gegen Elektrosmog durch Nahfeldkommunikation an. Von kurzen und langen Unterhosen bis zum Kapuzenpullover halten diese Kleidungsstücke überwiegend elektromagnetische Immissionen wie WLAN- und Handystrahlung fern.

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Besonders für Menschen, die beruflich viel unterwegs sind, bietet die Abschirmkleidung ein Mindestmaß an Schutz in der Öffentlichkeit. Sie hält aber auch zuhause einen Teil des Körpers frei von der andauernden Strahlung und kann zu jedem Zeitpunkt getragen werden.

Die Erkenntnis: NFC-Strahlung reduzieren, Elektrosmog vermeiden

„Maßnahmen sollen dann ergriffen werden, wenn negative Auswirkungen auf die Gesundheit oder die Umwelt vermutet werden, auch wenn es dafür noch keinen echten Beweis gibt.“ So hieß es auf der Umweltkonferenz der Vereinigten Nationen in Rio de Janeiro bereits 1992. Längst sind die Folgen von Elektrosmog jedoch nicht nur Vermutung, sondern Gewissheit. Bei all den Möglichkeiten, die die Nahfeldkommunikation bietet, sollten die Gefahren deshalb mitbedacht werden. Besonders Personen, welche die NFC-Technik ohnehin nicht nutzen, sollten sich von der Strahlung und möglichen Auswirkungen distanzieren. Bei Smartphones beispielsweise kann die Funktion komplett deaktiviert werden.

Die Mobilfunkstrahlung und allgegenwärtiges WLAN machen unserem Körper das Leben schon schwer genug. Wir sollten daher nach Möglichkeiten suchen, weitere elektromagnetische Strahlung dringend zu vermeiden.