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Gefahren durch LED-Strahlung

« LED-Lampen und der Elektrosmog »

LED-Glühbirnen erobern den Markt der Leuchtmittel im Sturm. Nach dem gesetzlichen Verbot herkömmlicher Glühbirnen werden selbst die anderen Leuchtmittel wie Energiespar- oder Halogenlampen immer weiter verdrängt. LEDs halten sehr lange und sparen viel Energie gegenüber den alten Leuchtmitteln. Wir beschäftigen uns mit der Frage, ob LED Strahlung Elektrosmog verursacht und wie gefährlich die Beleuchtung mit LEDs tatsächlich ist.

LED – moderne Lampen mit mehreren Vorteilen

Alte Glühbirnen nutzten einen vom Strom durchflossenen Draht, welcher durch die Hitze zu glühen begann. Sie hatten einen sehr schlechten Wirkungsgrad. Ein großer Teil der elektrischen Energie wurde vom Draht in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben. Lediglich bis zu 15 % der Energie wurden tatsächlich in Licht umgewandelt. Durch den hohen Stromfluss beim Einschalten brannten die Lampen auch häufig durch. Die rückläufigen Energiesparlampen haben zwar eine bessere Ausbeute, enthalten aber hochgiftiges Quecksilber und zählen somit sogar zum Sondermüll wenn sie nicht mehr funktionieren.

Neue LED-Technik hat vermeintlich viele Vorteile - aber welche Nachteile in Bezug auf Esmog hat sie?
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LEDs gewinnen auf den ersten Blick da auf ganzer Linie. Sie benötigen weniger Strom, weisen einen deutlich besseren Wirkungsgrad auf und sind innerhalb einer Sekunde hell. Auch nach mehreren Stunden im eingeschalteten Zustand werden die Leuchtmittel lediglich warm und haben eine deutlich längere Lebensdauer. Zudem funktionieren sie komplett elektronisch und enthalten somit keine gefährlichen Chemikalien.

Funktionsweise der modernen Lampen

Eine Lichtemitterdiode wird grundsätzlich mit Gleichspannung betrieben. Das Stromnetz in Deutschland liefert jedoch eine Spannung von 230 Volt Wechselspannung. Zum Betrieb der LEDs muss die Netzspannung also gleichgerichtet werden. Zusätzlich ist ein Widerstand zur Strombegrenzung erforderlich, da es bei Spannungsschwankungen zu Schäden an der Elektronik oder der Diode selbst kommen könnte. Das unterscheidet die LEDs von gewöhnlichen Glühbirnen, denn dort werden diese Teile nicht benötigt.

Bei hochempfindlichen Geräten in der Medizin und Technik werden häufig LED-Leuchten verwendet
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Das Problem: LED-Lampen und Elektrosmog

Die elektronischen Bauteile sind sehr klein und werden im Sockel der Lampe untergebracht. Daher kommt das große Gewicht der Leuchtmittel im Bereich des Sockels. Diese Elektronik sorgt für die Entstehung von elektrischen und magnetischen Feldern. Derartige vom elektrischen Strom verursachte Strahlung wird häufig unter dem Begriff Elektrosmog zusammengefasst.

Geschirmte Mantelleitung (N)YM(St)-J | 5 x 2,5 mm² | 1 LaufmeterEs werden niederfrequente elektrische sowie magnetische Felder und hochfrequente elektromagnetische Felder unterschieden. Die niederfrequenten Strahlungen gehen von jedem Teil aus, welches vom Strom durchflossen wird. Das schließt alle Elektrogeräte und Leitungen im Haus ein. Aufgrund der geringen Stromstärken der Leuchtmittel sind die von den LEDs verursachten Felder relativ schwach, aber der Elektrosmog aller Lampen in einem Haus summiert sich.

Besonders Leuchten, in deren Nähe sich Menschen länger aufhalten, sind bedenklich.

Die elektronischen Bauteile zur Gleichrichtung der Netzspannung hingegen arbeiten oftmals mit einer deutlich höheren Frequenz. Diese bewegt sich in einem breiten Frequenzband im Kilohertz-Bereich. Somit erzeugt auch die hochmoderne LED Strahlung in einer nicht ungefährlichen Intensität, denn die hochfrequenten Felder wirken selbst bei kleinster Feldstärke auf den menschlichen Organismus und andere Lebewesen ein.

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Wirkung der LED-Strahlung auf biologische Prozesse

Jede durch Elektrotechnik verursachte Strahlung weist eine wärmende Wirkung auf. Diese ist sehr gering, aber dennoch vorhanden und bildet die Grundlage für die Festlegung der Grenzwerte zum Schutz vor Elektrosmog. Ärzte und Baubiologen jedoch sehen diesen Sachverhalt kritisch, denn die Erwärmung des Körpers ist nicht annährend so gefährlich wie die biologische Wirkung.

Frequenzen im Hertz und Kilohertz-Bereich greifen tief in die Prozesse des Körpers ein. Alle Nervenbahnen des Körpers kommunizieren mit elektrischen Signalen auf einer bestimmten Frequenz. Elektrosmog, besonders jener durch magnetische Felder, kann diese Nervensignale überlagern und die Zellkommunikation stören. Als Folge davon kommt es zu Erscheinungen wie Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwäche. Magnetische Strahlung wird sogar als unterstützende Ursache von Erkrankungen im Bereich der Nerven vermutet.

Schlaflosigkeit ist nur eine der möglichen Folgen von Niederfrequenten Magnetfeldern
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Die Basis vieler Lebewesen bildet das schwache Erdmagnetfeld. Bienen beispielsweise orientieren sich mit seiner Hilfe. Stören elektrische Strahlungen die Sinne der Tiere durch Überlagerung des Erdmagnetfelds, wird deren Orientierungssinn zerstört. Untersuchungen zu diesem Thema stellten fest, dass mit elektromagnetischen Feldern bestrahlte Bienenstöcke eine deutlich höhere Sterblichkeit aufwiesen als unbestrahlte.

Reduzierung der LED-Strahlung

Die Beleuchtung mit LEDs hat viele Vorteile gegenüber den Energiesparlampen. Verglichen mit Glühbirnen oder Halogenlampen allerdings bleibt nur der geringere Verbrauch. Die in Wärme umgesetzte Leistung jedoch ist ja nicht einfach verloren, sondern hilft bei der Erwärmung des Raums. Die Verwendung von Halogenlampen bildet daher eine strahlungsarme Alternative zur LED-Strahlung.

Abschirmstoff EVO-ULTRA | HF+NF | Breite 200 cm | 1 LaufmeterElektrisches und magnetisches Feld bleiben immer in der Nähe der Quelle, also in diesem Fall der Lampe. Der Abstand zur Strahlungsquelle spielt daher besonders bei den niederfrequenten Feldern eine große Rolle.

Mit steigender Entfernung sinkt die Belastung rapide. Aufgestellte Lampen sollten deshalb immer möglichst in ein paar Metern Entfernung platziert werden. Abzuraten ist von LEDs in Tischlampen in unmittelbarer Nähe, weil hier große Teile des Elektrosmogs den Körper erreichen.

Ansätze zur Reduzierung der Strahlung

Einige Hersteller haben sich des Problems bereits angenommen. Ein Versuch ist, den Sockel des Leuchtmittels mit einer Elektrosmog-Abschirmung zu versehen. Somit wird der Großteil der Felder im Inneren des Gehäuses festgehalten. Aufgrund des geringen Platzes im Gehäuse ist dies allerdings nur eine Teillösung des Problems.

Abschirmende Decke aus Steel-Gray TDG | HF+NF

Ein weiterer Ansatz im Bereich der Deckenleuchten ist, das strahlende Netzteil in einem geschirmten Gehäuse in der Decke zu verbauen. Durch die Kabel und die Lampe selbst fließt dann nur Gleichstrom, sodass die Emissionen nahezu auf null zurückgehen. Es ist durchaus möglich, dass diese Lösung langfristig zum Standard wird.

LED-Lampen und Elektrosmog

Die LED wird immer mit Gleichspannung betrieben. Unser Stromnetz in Deutschland liefert allerdings Wechselspannung, weshalb elektronische Bauteile zur Gleichrichtung im Leuchtmittel selbst verbaut werden. Diese Elektronik im Sockel der Lampen hat zur Folge, dass einige LED-Glühbirnen mehr hochfrequente Strahlung aussenden als Bildschirme. Besonders bei Leuchtmitteln in der Nähe von Sitz- oder Arbeitsplätzen ist die Belastung für den Menschen groß. Gewöhnliche Hochvolt-Halogenlampen erzeugen zwar deutlich mehr Wärme, dafür produzieren sie aber weit weniger Elektrosmog. Bis die Hersteller eine Lösung gefunden haben, ist daher der Verzicht auf die LEDs ratsam.