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Elektromagnetische Strahlung messen lassen

Viele verschiedene Strahlungen begegnen uns überall in unserem Alltag. Sie kommen von Handys, Smartphones, Laptops und Mobilfunkantennen. All diese Dinge belasten unseren Körper mit hochfrequenten, elektromagnetischen Feldern. Wir wollen hier ein wenig näher darauf eingehen, was diesen hochfrequenten Elektrosmog so gefährlich macht und wie sich elektromagnetische Strahlung messen und eindämmen lässt.

Was ist elektromagnetische Strahlung?

Die Elektrizität verursacht drei Arten von Strahlungen. Im Niederfrequenzbereich sind das elektrische Felder und magnetische Felder. Im Hochfrequenzbereich hingegen verschmelzen beide Felder zur elektromagnetischen Welle, wobei sich die Eigenschaften grundlegend ändern. Die Begriffe elektromagnetische Welle, elektromagnetische Felder und elektromagnetische Strahlung sind dabei nur drei verschiedene Namen für den gleichen physikalischen Effekt.

Man unterscheide drei verschiedene Arten von elektromagnetischer Strahlung
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Verbreitung von hochfrequenter Strahlung

Während sich elektrische und magnetische Felder immer nur in der Nähe der zugehörigen Leitung bewegen, breitet sich ein elektromagnetisches Feld deutlich weiter aus. Es besitzt zwar immer einen Ursprung in einer Leitung oder Signalquelle, lässt sich aber je nach Frequenz und Intensität kilometerweit entfernt immer noch messen. Diese Reichweite ist der Grund, warum der Mobilfunk und andere drahtlose Übertragungsverfahren immer im Hochfrequenzbereich abgewickelt werden.

Auf den ersten Blick hat das natürlich nur Vorteile. Eine höhere Reichweite bedeutet weniger Sendemasten, was wiederum eine Einsparung bei den Errichtungs- und Betriebskosten mit sich bringt. Die Schattenseite ist aber, dass wir überall, wo wir ein WLAN-Netzwerk oder Mobilfunksignal empfangen, auch den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind.

Auswirkung auf biologische Prozesse

Zu den bekannten Fakten: Die elektromagnetische Welle gehört zu den nichtionisierenden Strahlungen. Sie bilden damit das Gegenstück zu ionisierenden Strahlungen wie Röntgenstrahlung, die für ihre hochgefährliche Wirkung bekannt sind. Dadurch jedoch zu behaupten, elektromagnetische Felder sind generell ungefährlich, ist ein Irrtum. Die nichtionisierenden Felder haben zwar nicht die gleiche Wirkung auf biologische Organismen, aber sie hinterlassen durchaus ihre Spuren.

Elektromagnetische Felder haben Auswirkungen auf den menschlichen Körper
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Ein Signal mit einer Frequenz von 1 MHz pulsiert eine Million Mal pro Sekunde. Folglich bekommen alle Körper in Reichweite des Signals eine Million elektromagnetische Impulse ab. Diese besitzen zwar nur eine geringe Energie, wirken aber dennoch, indem sie Nervensignale im Körper beeinflussen. Diese funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie der elektrische Stromfluss und werden teilweise von den Impulsen überlagert. Das hat Störungen des Hormonhaushalts und der Konzentrationsfähigkeit zur Folge. Weltweit wird derzeit die Entwicklung von psychischen Erkrankungen und Bildung von Tumoren durch Elektrosmog untersucht und bewiesen.

Elektromagnetische Strahlung messen

Die meisten Menschen nehmen Strahlungen in alltäglicher Höhe nicht wahr, lediglich elektrosensible Menschen spüren die Auswirkungen unmittelbar. Aus diesem Grund ist die Messung mit Messgeräten wichtig. Diese erfassen die Intensität elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder an ihrem Standort und geben diese in optischer und meist auch akustischer Form aus.

HF+NF | Gigahertz-Solutions | Messkoffer MK20

Die Preisklasse der Messgeräte macht dabei durchaus einen Unterschied in der Genauigkeit der Messwerte. Inzwischen werden auch per USB angesteckte Geräte inklusive Apps für das Smartphone angeboten, welche Elektrosmog messen sollen. Da die Telefone von den Herstellern hierzu nicht gemacht wurden, dürften die Ergebnisse reichlich ungenau sein, zudem das Smartphone ja selbst eine der stärksten Strahlungsquellen ist.

Strahlungsursprung und -richtung bestimmen

Bei der elektromagnetischen Welle gibt es eine Besonderheit in der Ausbreitung: Sie verbreitet sich ringförmig von der Signalquelle aus. Diese Ringe können dabei horizontal oder vertikal verlaufen. Bei der Benutzung des Messgerätes ist es daher wichtig zu wissen, dass beide Richtungen voneinander unabhängig zu messen sind. Das bedeutet, dass das Messgerät selbst oder die Antenne während der Messung immer wieder um 90° rotieren muss. Nur so werden horizontale und vertikale Wellen eingefangen.

Abschirmende Fensterfolie RDF62 | HF | Breite 152 cm | 1 Laufmeter Abschirmende Fensterfolie RDF62 | HF | Breite 152 cm | 1 Laufmeter

Bei Unsicherheiten bezüglich des genauen Ablaufs der Messung sollte lieber eine Fachfirma beauftragt werden. Diese führt nicht nur die Messungen mit hochwertigen Messgeräten durch, sondern gibt zusätzlich Tipps zur Abschirmung von Strahlung besonders belasteter Bereiche. Sollten Sie die Messungen selbst durchführen, müssen Sie sich hinterher ohnehin für weitere Maßnahmen an einen spezialisierten Händler wenden.

Elektrosmog messen – Hersteller und Messgeräte

Viele Hersteller haben den Bedarf an Messgeräten für die verschiedenen Strahlungen erkannt und bieten entsprechende Geräte an. Dabei gilt generell, dass für unterschiedliche Frequenzen auch verschiedene Messgeräte benötigt werden. Dies liegt an der unterschiedlichen Technik, die dazu zum Einsatz kommt. Einige Anbieter im mittleren und oberen Preissegment haben allerdings auch Universalmessgeräte im Programm, die auf allen gängigen Frequenzen arbeiten.

HF+NF | EPE Conseil Indikator ESI 23Gigahertz Solutions darf sich zu den Marktführern in diesem Bereich zählen. Die hochwertigen Messgeräte des Herstellers liefern zuverlässige Ergebnisse und erfassen alle gängigen Frequenzen. Sie sind mit einem Display ausgestattet, welches die exakten Messwerte liefert. Diese können Sie dann als Entscheidungshilfe beispielsweise für Maßnahmen zur Abschirmung genutzt werden. Mit den Messkoffern MK 10 und MK 20 sind auch zwei Sets für die Messung niedriger und hoher Frequenzen gleichzeitig erhältlich.

Der deutsch-französische Hersteller EPE Conseil setzt bei seinen Messgeräten auf preiswertere Technik. Die Geräte zeigen keine exakten Messwerte an, sondern vergleichen die vorhandene Strahlungsintensität mit den Vorsorgewerten der Baubiologie.

Diesen Vergleich zeigen die Geräte dann anhand einer Skala aus LEDs von grün bis rot an. Der Indikator ESI 21 ist ein günstiges Messgerät für hochfrequente Strahlung, während die Indikatoren ESI 23 und ESI 24 sowohl hohe als auch niedrige Frequenzen erfassen können.

Die elektrische Strahlung ist Messbar und mit der Hilfe von speziellen Produkten besiegbar
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Fazit – unsichtbare Elektromagnetische Strahlung messen und bekämpfen

Elektrosmog dürfte eine der größten Gefahren der aktuellen Generation sein. Diese wächst auf, während sie ihr gesamtes Leben an 24 Stunden täglich mit hochfrequenten elektromagnetischen Signalen bestrahlt wird. In verschiedenen voneinander unabhängigen Studien wurden schädliche Wirkungen überwiegend für das Nervensystem nachgewiesen. Aktuell liegt es noch in der Verantwortung des Einzelnen, in seinem Wohnbereich die elektromagnetische Strahlung zu messen. Dazu stehen verschiedene Messgeräte für alle Frequenzen unter anderem von den Herstellern Gigahertz Solutions und EPE Conseil zur Verfügung. Diese liefern zuverlässige Ergebnisse, mit denen sich weitere Maßnahmen wie eine Elektrosmog Abschirmung abstimmen lassen.