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Bienensterben durch Mobilfunk

« Einflüsse von Elektrosmog auf die Tierwelt »

Beim Menschen wird durch die exzessive Nutzung von Mobiltelefonen die Entstehung von Gehirntumoren gefördert. Außerdem ist ein vermehrtes Aufkommen freier Radikale zu beobachten, die eine Vielzahl an negativen Auswirkungen besitzen. Die Folgen von Mobilfunk sind allerdings nicht nur für uns Menschen feststellbar, sondern sie betreffen auch die gesamte Umwelt und somit auch das Tierreich.

Bienensterben durch Mobilfunk – Was ist dran?

Die Biene produziert mit dem Honig ein für uns Menschen äußerst wertvolles Gut. Honig ist keimfrei, wirkt antiseptisch und schmeckt hervorragend. Die Population der Bienen ist jedoch in vielen modernen Ländern stark rückläufig. Lange wurde dafür ein Vorgang namens CCD („Colony loss disease“ oder „Colony Collapse Disorder“) verantwortlich gemacht, bei dem eine Kolonie ohne einen vorher erkennbaren Grund ausstirbt. Tritt CCD in erhöhtem Maß auf, kann das Auswirkungen auf das Ökosystem haben, weil viele Pflanzen auf die Bestäubung durch die Biene angewiesen sind.

Ist der Mobilfunk schuld am Bienensterben?
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Zweifel an der Theorie kamen dadurch auf, dass das Bienensterben nicht im Stock stattfindet und folglich kaum Bienenleichen zu finden sind. Das ist deshalb seltsam, weil diese Tiere in einer streng geregelten Gesellschaft leben und den Stock nicht ohne Grund länger als nötig verlassen. Dieses massenhafte Ausfliegen wird dem Elektrosmog, vorwiegend der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung, zugeschrieben.

Ausbreitung von Mobilfunk

Flächendeckender Handyempfang setzt eine umfangreiche Bestrahlung der Umwelt voraus. Nur wo ein elektromagnetisches Feld eines nahe gelegenen Sendemasts existiert, hat ein Mobiltelefon auch Empfang. Selbst wenn diese Felder eine recht geringe Energie aufweisen, so sind sie dennoch messbar und können bereits weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte Auswirkungen zeigen.

Die Auswirkungen von Elektrosmog durch Mobilfunk zeigen sich oft erst nach Jahren
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Die Wirkung dieser durch Mobilfunk induzierten Felder auf den Menschen manifestiert sich häufig erst nach Jahrzehnten und wird dann meist über Jahre hinweg nicht mit der Ursache Esmog in Verbindung gebracht. Zudem richtet sich das Ausmaß der Symptome auch nach der Intensität der Bestrahlung. Im freistehenden Einfamilienhaus beispielsweise wird deutlich weniger gefunkt als in einem Wohnblock mit 50 Parteien. Bei kleineren Lebewesen treten die Effekte von Dauerbestrahlungen jedoch deutlich schneller und in weit größerem Umfang auf.

Auswirkungen der Handystrahlung auf die Bienen

Jeder Körper, egal ob menschlich oder tierisch, nutzt Nervenimpulse, um seine Zellen miteinander zu verknüpfen. Diese Nervenimpulse gleichen äußerst schwachen elektrischen Signalen in einer Leitung. Elektromagnetische Felder induzieren winzige Spannungen innerhalb des Körpers und sorgen somit ihrerseits für Stromfluss.

Durch die Einwirkung von Elektrosmog können die körpereigenen Signale gestört oder überlagert werden.

Die Folgen derartiger Nervenstörungen sind vielfältig. Während beim Menschen häufig Konzentrationsstörungen zu beobachten sind, brach bei vielen Bienenvölkern nach einer langen Bestrahlung das komplette Immunsystem zusammen. Das Bienensterben war letztlich auf Infektionen zurückzuführen, welche sich rasch innerhalb des Stocks ausbreiteten. Die Infektionen waren jedoch nicht die Ursache der Ausrottung, sondern eine Folge der Bestrahlung mit elektromagnetischen Feldern, speziell Mobilfunk.

Elektrosmog stört die Sinne von Bienen
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Eine weitere gravierende Auswirkung ist ein geschwächter Orientierungssinn, verbunden mit einem verschlechterten Rückfindeverhalten. Das bedeutet, dass Bienen schlechter zu ihrem Stock zurückfinden, wenn sie Handystrahlung ausgesetzt waren. In der Folge kehren von jedem Arbeitsgang weniger Arbeiter zu ihrer Königin zurück und die Population schwindet. Eine schwächere Population an Arbeitern bedeutet Versorgungsschwierigkeiten für den Stock und beschleunigt das Bienensterben weiter.

Bienensterben durch Mobilfunk – Ausschlaggebende Experimente

Der Schweizer Daniel Favre machte ein Experiment über 80 Mal an verschiedenen Bienenhäusern, bei dem er gezielt Handystrahlung auf die Bienen einwirken ließ. Dabei bediente er sich Geräten, welche eine SAR (spezifische Absorptionsrate) unterhalb des internationalen Grenzwertes von 2,0 Watt pro Kilogramm aufwiesen. Um die Reaktion des Schwarms auszuwerten, zeichnete der Wissenschaftler die Kommunikation der Tiere untereinander auf. Nach dem Start eines Anrufs stieg die Kommunikationsaktivität der Arbeiterinnen innerhalb einer Minute rasant an. Die Kolonie fühlte sich bedroht und würde, wenn das Signal anhielt, auf die Gefahr reagieren und ausschwärmen. Ein aufgrund von Elektrosmog verlassener Stock wäre die Folge.

Professor Hermann Stever von der Universität Koblenz-Landau untersuchte in den Jahren 2005 und 2006 gezielt das Rückfindeverhalten und die Flächen- sowie Gewichtsentwicklung der Waben innerhalb eines Stocks. Um einen Vergleich zu schaffen, wurden vier von acht Bienenvölkern mit DECT-Basisstationen bestrahlt. Die Entwicklung der mit Esmog bestrahlten Kolonien verlief dabei merklich langsamer. Nach dem Aussetzen in einem definierten Umkreis ergaben sich außerdem deutliche Unterschiede bei der Zahl der heimgekehrten Bienen sowie der benötigten Rückkehrzeit.

Edelstahlgewebe V4A10 | HF+NFWissenschaftler der Panjab University in Chandigarh in Indien untermauerten Professor Stevers Theorie und kamen zum gleichen Ergebnis, wobei sie Handys im GSM-Netz nutzten. Sie führten ein Experiment über drei Monate durch und stellten eine schwindende Population der bestrahlten Völker fest. Außerdem kam die Honigproduktion hier nahezu komplett zum Erliegen. Daniel Favre bewies in seinem Versuch eindeutig, dass sich die Kolonie durch eine intensive Einwirkung von Handystrahlung bedroht fühlt und innerhalb von Sekunden reagiert.

Zusammen mit den Experimenten um Professor Stever und die Panjab University zeigt dies: Bienensterben und Mobilfunk stehen durchaus in einem nicht zu unterschätzenden Zusammenhang!

Gegenmaßnahmen gegen Handystrahlung in der Kolonie

Eine Abschaltung des Mobilfunks ist in einer derart technisierten Zeit nicht von heute auf morgen denkbar. Ein wenig kann jedoch der Imker selbst dazu beitragen, seine Bienenvölker frei von Elektrosmog zu halten. Wird die Kolonie in der Nähe eines Hauses gezüchtet, sollten sie im Inneren die Strahlungsquellen abschirmen oder minimieren. Hierfür bieten sich Elektrosmog-Abschirm-Flächenprodukte wie beispielsweise Abschirmfarbe an.

HF+NF | Gigahertz-Solutions | Messkoffer MK10Gegen die von außen (Sendemasten) eindringende Strahlung gestaltet sich eine Abschirmung etwas schwieriger. Die Bienenstöcke bzw. Bienenstöcke können beispielsweise mit Edelstahlgewebe in einer Art Überhaus geschützt werden. In erster Linie sollte aber auch der Aufstellort für die Kolonie sorgsame gewählt werden, an dem ein möglichst geringes Maß an Strahlung auftritt. Mit einem Elektrosmog-Messgerät für den Hochfrequenzbereich kann die elektromagnetische Strahlung genau ermittelt werden. Sollte die Strahlung gezielt aus einer Richtung einfallen, macht es vielleicht Sinn, in dieser Richtung eine Konstruktion mit einer Flächenabschirmung zu errichten.

Somit werden die Arbeiterinnen nicht behindert, der Stock selbst jedoch ist vor Esmog geschützt.

Das Bienensterben durch Handystrahlung muss enden!

Die Auswirkungen der hochfrequenten Bestrahlung, hauptsächlich verursacht durch Mobilfunk, sind eindeutig nachweisbar. Im Gegensatz zu Menschen benötigen diese sensiblen Lebewesen nur Sekunden statt Jahre, um auf die Strahlung zu reagieren. In Panik geflohene Völker, verwaiste Bienenstöcke und eine schwindende Population sind die Folgen. Die Reaktion des Menschen darauf ist längst überfällig, denn ein Ausbleiben der Bienenvölker würde unserem Ökosystem einen Schaden zufügen, dessen Auswirkungen in jedem Falle verheerend wären und von Experten nur sehr vorsichtig geschätzt werden. Werden Pflanzen und Bäume nicht mehr bestäubt, kann sich jeder selbst ausmalen, was dies für uns alle bedeuten würde.