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Auswirkung von Radarstrahlung auf die Gesundheit

« Elektrosmog durch Radaranlagen »

Der Begriff Radar ist vielen Menschen aus der Schifffahrt oder dem Flugverkehr geläufig, was sich allerdings hinter dieser Technik verbirgt, wird selten genauer thematisiert. Die Parallele mit anderen elektromagnetischen Feldern, dem sogenannten Elektrosmog, gibt jedoch durchaus Grund zur Besorgnis. Verschiedene Untersuchungen befassten sich in der Vergangenheit damit, welche Auswirkungen Radarstrahlung auf die Gesundheit hat – mit eindeutigen Ergebnissen.

Was ist ein Radar?

Der Begriff Radar ist aus den englischen Begriffen „Radio detecting and ranging“ zusammengesetzt. Er bezeichnet eine Technologie zur Bestimmung der Position, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von Objekten über lange Distanzen. Radar wurde entwickelt, nachdem Physiker um 1900 bemerkten, dass elektromagnetische Wellen von metallischen Oberflächen reflektiert werden. Die größten Schritte in der Entwicklung von Radaranlagen wurden in den 1930er Jahren gemacht.

Radaranlagen wurden ursprünglich für militärische Zwecke erfunden
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Das klassische Erkennungsmerkmal für ein Radar ist die dauerhaft rotierende Radarantenne, die einer überdimensionierten Satellitenschüssel ähnelt. Sie wird zum Schutz vor äußeren Witterungseinflüssen häufig unter einer Radarkuppel, einem sogenannten Radom, verborgen. Diese Antenne sendet hochfrequente elektromagnetische Felder aus und erfasst, wie diese von anderen Objekten reflektiert werden. Dadurch trifft das Radar Aussagen über deren Größe, Entfernung und Bewegungsgeschwindigkeit.

Wo wird ein Radar vorwiegend eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten der Radarantenne sind vielfältig. Mit der Entdeckung des Radars vor dem zweiten Weltkrieg war die neue Technologie für die Nutzung in der Schifffahrt und Luftfahrt prädestiniert. In Schiffen wurden Radaranlagen installiert, um Feinde bereits aus großer Entfernung entdecken zu können. Die Ortung per Radar übertrifft die Sichtweite des Menschen um ein Vielfaches und wird heute noch genutzt, um Kollisionen frühzeitig vorzubeugen.

Für die Schiff- und Luftfahrt sind Radaranlagen nützlich, um Kollisionen zu vermeiden und Positionen zu bestimmen
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Auch auf dem Gebiet der Luftfahrt wurde die Technologie schnell interessant. Elektromagnetische Wellen konnten nicht nur große Passagier- und Frachtflugzeuge, sondern auch kleinere Angriffsflieger erfassen. Hier wurde die Technik ebenfalls im Hinblick auf den zweiten Weltkrieg und die eigene Sicherheit stark weiterentwickelt. Flughäfen nutzen die Technologie heute noch zur genauen Ortung von Flugzeugen und koordinieren mithilfe eines Radars die Landerouten.

Reichweite und Frequenz der Radarstrahlung

Radare benutzen je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Frequenzen. Ein Schiffsradar beispielsweise sendet bei etwa 9400 MHz, ein Flughafenradar hingegen bei etwa 2800 MHz. Die Reichweite ist ebenfalls stark vom Einsatzbereich abhängig. Flughafenradare weisen die größte Reichweite mit bis zu etwa 500 km auf. Die elektromagnetische Strahlung reicht dabei ebenfalls soweit, wie die gesamte Reichweite der Radaranlage.

Die Reichweite von Flughafenradaranlagen beträgt etwa 500 Kilometer
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Messungen innerhalb Deutschlands und der Schweiz

Der deutsche Referent Wolfang Kessel nahm Messungen der Radarfrequenzen an über 100 Punkten in ganz Deutschland vor. Er überprüfte dabei die Intensität der Radarstrahlung im Außenbereich und in Gebäuden. Etwa 25 Prozent der Messwerte lagen über den als unbedenklich geltenden Ecolog-Grenzwerten. Wie erwartet waren die Werte im Freien deutlich höher, aber auch innerhalb der Wohnungen wurden die Grenzwerte überschritten. Erschreckend ist, dass die Intensität auch in vielen Kilometern Entfernung dem Grenzwert von 20 Millivolt pro Meter noch gefährlich nahe kommt.

Menschen, die in der Nähe von Flughäfen wohnen berichten von häufigen Kopfschmerzen
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Viele Anwohner rund um den Flughafen von Zürich beklagen ständige Kopfschmerzen, unerklärliche Schwindelanfälle und Angstzustände. Das Baubiologie- und Messtechnik-Unternehmen ASMT wurde mit der Messung der Belastung beauftragt und wählte eine Schule sowie einen Kindergarten in jeweils drei Kilometern Entfernung zum Radar aus. Das Resultat: Die Messwerte lagen im Schnitt bei 100 mV/m in der Schule und 400 mV/m im Kindergarten, also dem 5-fachen und 20-fachen des Grenzwertes. Kurzzeitige Spitzenwerte mit deutlich höherer Intensität wurden ebenfalls gemessen. Besonders in der Nähe von Kindern und alten Menschen sollten derartig hohe Werte nicht auftreten.

Auswirkungen der Radarstrahlung auf die Gesundheit

Elektrosmog allgemein ist eine technische Strahlung und greift in biologische Prozesse ein, da sie in den menschlichen Körper eindringen kann. Die Bandbreite reicht von kleinen Symptomen wie Konzentrationsstörungen bis zu schweren Auswirkungen wie der Begünstigung von Krebs, Tumoren und Demenz. Der Grund dafür sind biologische Wirkungen im Körper, etwa eine Beeinflussung von Nerven und mutagene Veränderungen der Zellen. Da sich Radarstrahlung von Flughäfen nur auf geringfügig höheren Frequenzen bewegt als GSM ist hier mit ähnlichen Wirkungen zu rechnen. Problematisch ist besonders, dass die Strahlung die zehn- und hundertfache Reichweite von Mobilfunksendemasten besitzt.

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Die Symptome treten nicht bei allen Menschen gleich auf. Viele Menschen können unter starker Strahlung nahezu problemlos leben, während sich die Gesundheit anderer schon bei geringen Intensitäten verschlechtert. Tatsache ist aber, dass besonders Kinder, ältere Menschen und Immunschwache vor Elektrosmog geschützt werden sollten. Menschengruppen mit geschwächtem Immunsystem verkraften die Belastungen durch Radarstrahlung deutlich schlechter. Die Benutzung bestimmter abschirmender Farben, Tapeten oder Abschirmkleidung wird dringend empfohlen.

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Studien aus der Welt

Ein Forscherteam von der Universität Kharkiv in der Ukraine untersuchte die Wirkung schwacher Radarstrahlung auf menschliche Zellen. Die Forscher wählten eine Strahlungsintensität von 300 Milliwatt pro Quadratmeter, welche weit unterhalb jeglicher Grenzwerte liegt. Sie entdeckten dabei, dass die Aktivität des Erbguts durch die Strahlung sinkt. Das macht die Zellen anfälliger für Mutationen und könnte daher Krebs erzeugen.

Das Zentrum für Strahlenbiologie und Strahlensicherheit Warschau prüfte in einem 15-jährigen Zeitraum die Krankheitsgeschichten von Militärpersonal. Die Studie umfasst über 127.000 Menschen. Es wurde eine Verdoppelung der Krebsrate und eine Versechsfachung der Fälle von Leukämie und Lymphomen festgestellt.

Die Krebsrate von Menschen mit viel Strahlenbelastung ist hoch
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Eine Untersuchung des Armstrong-Foschungslabors der Brooks Air Force Basis in Texas nahm 230 Gehirntumore von Angestellten in Augenschein. Dabei wurde entdeckt, dass mit Elektrosmog durch Radaranlagen belastete Angestellte ein um 39 % höheres Risiko aufwiesen, an einem Hirntumor zu erkranken.

Gefahr durch Radarstrahlung für die Gesundheit nicht ignorieren

Radarstrahlung wird zur Ortung von metallischen Objekten über viele hundert Kilometer eingesetzt. Dazu werden über eine große Antenne hochfrequente elektromagnetische Wellen ausgesendet und von metallischen Objekten reflektiert. Der menschliche Körper reflektiert die Wellen nicht, sondern absorbiert einen Teil von ihnen. Das führt zu einer leichten Erwärmung des Gewebes, aber auch zu biologische Reaktionen. Diese Reaktionen sind Beeinflussungen der Nervenbahnen und Veränderungen des Erbguts. Die negativen Langzeitfolgen für die Gesundheit wurden in verschiedenen Studien quer über den Globus statistisch belegt und sollten beim Bau neuer Radaranlagen von den Betreibern bedacht werden.